Als Think Tank und Ideengeber für das Gesundheitswesen bilden die Arbeitsgruppen das Herzstück der Arbeit des BMC. Hier kommen die vielfältigen Perspektiven der BMC-Mitglieder zusammen. Hier entstehen neue Ideen, Strategien und Konzepte für die Gesundheitsversorgung der Zukunft.
Wir laden Sie herzlich zum 3. Tag der BMC-Arbeitsgruppen am 25. Juni in Berlin ein. Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam wirksam!“ steht der persönliche Austausch im Fokus. Gemeinsam greifen wir die aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen und zentrale Herausforderungen auf. Wir diskutieren konkrete Lösungsansätze für eine zukunftsfähige Versorgung: von koordinierter Arzneimittelversorgung und digitaler Versorgungssteuerung über die Weiterentwicklung in der Primärversorgung bis hin zur Versorgung vulnerabler Gruppen in Krisenlagen.
Die Teilnahme am AG-Tag ist für BMC-Mitglieder kostenlos.
Zeit: Donnerstag, 25. Juni 2026, 9:00 – 15:30 Uhr
Ort: Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstraße 58/59, 10117 Berlin
Die Anmeldung ist bereits geschlossen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die BMC-Geschäftsstelle:
030 2809 4480
bmcev(at)bmcev.de
Diese Arbeitsgruppen und Themen erwarten Sie:
AG Arzneimittelversorgung
Thema: Arzneimittelversorgung und Sekundärprävention – Potenziale und Perspektiven
Mit Anke Rüdinger (ABDA), Susanne Teupen (G-BA) und Dorothee Brakmann (Pharma Deutschland)
Welche Rolle können Apotheker:innen künftig in einer stärker koordinierten Arzneimittelversorgung spielen und wie können sie zur Sekundärprävention beitragen? Wir erörtern, wie die Versorgung zielgerichtet weiterentwickelt werden muss, um einen spürbaren Mehrwert für Patient:innen zu generieren. Im Fokus stehen pharmazeutische Dienstleistungen, Impfen in Apotheken, digitale Elemente wie der Medikationsplan in der ePA sowie erweiterte Zugriffsrechte für Apotheken auf die ePA.
Diskutieren Sie mit uns die Ansatzpunkte für eine koordinierte Arzneimittelversorgung!
AG Neue Versorgungsformen
Thema: Kontinuität und Koordination in der Versorgung – Wie entwickeln wir digital unterstützte Versorgungspfade?
Mit Lisa Maria Kreidl (Boston Consulting Group), Dr. Mathias Krisam (MITTIQ), Christian Hieronimi (myon.clinic) und Dr. Volquart Stoy (AOK Rheinland/Hamburg)
Die Primärversorgungsreform wird nur gelingen, wenn Patientinnen und Patienten nicht nur schneller Zugang finden, sondern ihre Behandlungswege verbindlich koordiniert werden. Digitale Lösungen können dafür ein zentraler Baustein sein, von Therapiebegleitung und Patientenselbstmanagement über Beratung und Vermittlung mit KI bis zu digitalen Versorgungsplänen. Anhand kurzer Impulsvorträge blicken wir auf konkrete Praxisbeispiele. In der anschließenden Diskussion geht es darum, wie digitale Koordinierung im Versorgungsalltag wirksam werden kann.
AG Pflege
Thema: Versorgung vulnerabler Gruppen in Krisenlagen – Handlungsbedarfe am Beispiel Stromausfall
Mit StS Ellen Haußdörfer (Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege), Dr. Michael Köhler (Charité – Universitätsmedizin Berlin) und Albrecht Bechmann (Caritas Sozialstation Zehlendorf-Steglitz)
Was passiert, wenn plötzlich nichts mehr geht – und gerade dann Hilfe am dringendsten gebraucht wird? Wir beleuchten, welche Folgen Krisensituationen wie ein großflächiger Stromausfall für die Versorgung pflegebedürftiger und anderer unterstützungsbedürftiger Menschen in der Häuslichkeit sowie in stationären Pflegeeinrichtungen haben können. Ausgehend von den jüngsten Erfahrungen aus Berlin betrachten wir, an welchen Stellen Versorgungsprozesse unterbrochen werden, welche Akteur:innen im Ernstfall eine zentrale Rolle spielen und welche Maßnahmen für eine verlässliche Versorgung erforderlich sind.
AG Zukunftstechnologie
Thema: Digitale Ersteinschätzung in der Primärversorgung – Möglichkeiten, Grenzen, Perspektiven
Mit Dr. Jens Weßling (GKV-Spitzenverband) und Dr. Michael Téglás (vitagroup)
Die Politik stellt das Gesundheitssystem neu auf: Die digitale Ersteinschätzung wird gesetzlich verankert. Eine zentrale Frage dabei ist, wie wir Patient:innen künftig zielgerichtet durch die gesundheitliche Versorgung führen. Das GeDIG (Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen) schafft dafür die rechtliche Grundlage. Ziel: Versicherte sollen niedrigschwellig einsteigen können und passgenau durch das Gesundheitssystem geleitet werden.
Wie dieser Zugang konkret aussehen könnte, präsentiert der GKV-Spitzenverband (GKV-SV): Er hat ein Zielbild für ein Navigationstool entwickelt, das Dr. Jens Weßling in der Sitzung vorstellt. Ein Anbieter, der ein solches Tool bereits auf den Markt gebracht hat, ist die Vitagroup. Dr. Michael Téglás erläutert anhand von Praxisbeispielen, wie diese Lösungen funktionieren, welche Voraussetzungen ihr Einsatz mit sich bringt und wo derzeit technische und regulatorische Grenzen liegen.
Diskutieren Sie mit uns: Wie sollten wir die Versorgungsreise der Patient:innen steuern – und was müssen die Tools dafür leisten? Was ist heute schon umsetzbar, welche Hürden bleiben? Und was bedeutet das für ein Primärversorgungssystem, das auf digitale Ersteinschätzung setzt?
Download: Programm Tag der BMC-Arbeitsgruppen 2026
Size : 506.4 kB Format : PDF
Die Anmeldung ist bereits geschlossen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die BMC-Geschäftsstelle:
030 2809 4480
bmcev(at)bmcev.de
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