Mehr Managed Care für die Pflege ist der richtige Ansatz – Pressestatement von Prof. Dr. Lutz Hager

Zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Neuordnung der Pflegeversicherung (PNOG) erklärt der Vorsitzende des Bundesverbands Managed Care e.V., Prof. Dr. Lutz Hager:

„Die Pflegeversicherung steht unter erheblichem Finanzdruck. Reformen sind deshalb notwendig. Der Entwurf setzt dabei richtigerweise nicht nur bei Einnahmen und Ausgaben an, sondern enthält auch erste strukturelle Antworten, etwa mit der Pflegebegleitung. Pflegebedürftige und Angehörige benötigen nicht nur Beratung über Leistungsansprüche, sondern konkrete Unterstützung dabei, Versorgung im Alltag zu organisieren. Die Pflegebegleitung sollte deshalb auch ein Angebot zum Care und Case Management umfassen, mit klaren Zuständigkeiten, regionaler Verankerung und einem digital unterstützten Versorgungsplan. Auch bei Digitalisierung und Innovation setzt der Entwurf richtige Impulse.

Die geplanten Erprobungsräume und zusätzlichen Finanzierungsmöglichkeiten für entlastende digitale und technische Lösungen können einen bislang stark unterdigitalisierten Bereich voranbringen. Gerade deshalb muss aus den Erfahrungen mit dem KHZG und den DiPA die richtigen Lehren gezogen werden. Es reicht nicht, Technik zu finanzieren oder einen Leistungsanspruch zu schaffen. Digitale Lösungen müssen praxistauglich in Arbeitsprozesse integriert, in den Regelbetrieb überführt und an ihrem konkreten Nutzen für Versorgung und Personalentlastung gemessen werden. Die Erfahrungen mit den DiPA zeigen, dass ein guter gesetzlicher Ansatz allein nicht reicht, wenn die Umsetzung in der Versorgung nicht gelingt.“

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