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Jetzt in die Gesundheitswende starten – Der BMC-Kongress 2024 zeigt Lösungen für die Versorgung der Zukunft

Über 700 Teilnehmende aus allen Bereichen des Gesundheitswesens sind heute zum BMC-Kongress 2024  zusammengekommen, um Weichen für eine zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung zu stellen. Noch bis Mittwoch diskutieren sie in mehr als 50 Fachforen, Workshops und Vernetzungsrunden mit 150 Referent:innen, wie die Gesundheitswende ambitioniert, gemeinsam und verlässlich angelegt werden kann.weiterlesen

Anmeldung zum Besuch des Deutschen Bundestages im Rahmen des BMC-Kongress 2024

Leider sind bereits alle Plätze belegt. Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich. Wir bitten um Verständnis.

Der Ruf nach Reformen gehört zum gesundheitspolitischen Alltag – auch im BMC. Tatsächlich ist kaum eine Branche so stark reguliert wie das Gesundheitswesen. Wie verschaffen wir unseren Ideen Gehör? Wie finden diese Eingang in die Gesetzgebung? Und mit welchen Themen beschäftigt sich die Gesundheitspolitik aktuell? Im Rahmen einer Exkursion zum Deutschen Bundestag erhalten wir einen Einblick in die Prozesse des Parlaments und diskutieren mit Matthias Mieves (SPD), der im Gesundheitsausschuss u.a. für Digitalisierung verantwortlich ist, wie er seine Rolle als Abgeordneter wahrnimmt.Der Ruf nach Reformen gehört zum gesundheitspolitischen Alltag – auch im BMC. Tatsächlich ist kaum eine Branche so stark reguliert wie das Gesundheitswesen. Wie verschaffen wir unseren Ideen Gehör? Wie finden diese Eingang in die Gesetzgebung? Und mit welchen Themen beschäftigt sich die Gesundheitspolitik aktuell? Im Rahmen einer Exkursion zum Deutschen Bundestag erhalten wir einen Einblick in die Prozesse des Parlaments und diskutieren mit Matthias Mieves (SPD), der im Gesundheitsausschuss u.a. für Digitalisierung verantwortlich ist, wie er seine Rolle als Abgeordneter wahrnimmt.

Datum:             Dienstag, 30. Januar 2024
Uhrzeit:            16:00 Uhr – 18:00 Uhr

Treffpunkt an der Registrierung des BMC-Kongresses (Foyer im Langenbeck-Virchow-Haus)

Bitte beachten Sie, dass die Anzahl der Personen für diese Exkursion begrenzt ist. Sie erhalten nach der Anmeldung  eine Nachricht vom BMC, ob noch Plätze verfügbar sind und Ihre Teilnahme final bestätigt werden kann.

Die Anmeldung ist bereits geschlossen.

 

Anmeldung zum BMC-Kongressdinner 2024

Wir laden Sie herzlich zum exklusiven Kongressdinner ein. Gemeinsam mit Ihnen und weiteren ausgewählte Gästen möchten wir den traditionellen, festlichen Höhepunkt der Veranstaltung verleben und uns in stimmungsvoller Atmosphäre zu den Themen des Kongresses austauschen.

Datum:             Dienstag, den 30. Januar 2024
Uhrzeit:            19:00 Uhr
Ort:                   Berlin Capital Club (Mohrenstraße 30, 10117 Berlin)

Die Anmeldung ist bereits geschlossen.

Diskussionsergebnise – BMC-Spotlight „TI als Plattform“

Impulsgeber:innen

  • Phillip Kurtz (famedly)
  • Peter Gocke (Charité)
  • Axel Schulz (gematik)
  • Ann-Kathrin Weigand (Flying Health)

Moderation

  • Antonia Rollwage (Charité)
  • Florian Fuhrmann (Lillian Care)

Hintergrund
Gestartet als einfache Datenautobahn, wird die Telematikinfrastruktur (TI) zukünftig deutlich umfassendere Aufgaben bekommen und zur digitalen Gesundheitsplattform weiterentwickelt werden. Die ePA wird primärer Speicherort für medizinische Daten von Patient:innen. Daraus ergeben sich Chancen für neue, sektorenübergreifende und mehrwertstiftende Geschäftsmodelle, die technisch auf der TI basieren. Wie der Schritt zur TI als Plattform gelingen kann, wurde in einem BMC-Spotlight diskutiert. Nach kurzen Impulsen folgte eine Diskussion aller Teilnehmenden in Kleingruppen. Anschließend wurden die Gruppenergebnisse vorgestellt und mit allen Anwesenden erörtert.

Nachfolgend sind einige Anregungen aus der Diskussion zusammengefasst:

1 | Welche Mehrwertdienste sind für Bürger:innen denkbar?

  • Gesicherte Gesundheitsinformationen: Ein redaktionelles Angebot an gesicherten Gesundheitsinformationen, ähnlich wie gesund.bund.de, NetDoktor, o.ä. Das Angebot sollte ebenfalls leicht verständliche Informationsangebote zu komplizierteren Erkrankungen, (bspw. auch mit Videos) enthalten.
  • Individuelle Auswahl von Services: Beispielsweise sind für Diabetiker:innen andere Services relevant als bei übergeordneten Präventionsthemen oder für andere Personengruppen.
  • Mehrwerte im Bereich Prävention: Ärzt:innen können individuelle Informationen bspw. über mögliche Impfungen/Präventionsangebote per TI-Messenger versenden. Grundlage hierfür könnte eine KI-basierte Datenauswertung sein (Qualitätssicherung notwendig). Gleichzeitig ersetzen digitale Präventionsangebote keine präventive Edukation.
  • Verknüpfung verschiedener Dienste & Angebote: Es werden verschiedene Dienste und Angebote miteinander verknüpft; bspw. der TI-Messenger mit der Terminbuchung inkl. einer Übersicht über alle Leistungserbringende und Bewertung dieser. Welches Krankenhaus ist für meine Indikation gut geeignet oder bietet die benötigte Versorgungsleistung an? Insbesondere bei seltenen Erkrankungen stellt dies wichtige Informationen dar, wo passende Leistungserbringende zu finden sind.
  • Vertretungsfunktionen: Einfach erreichbare Ansichten für die Vertretung von bspw. Pflegebedürftigen oder Kindern. Es werden verschiedene Ansichten verfügbar sein, je nachdem, wer und welche Informationen benötigt werden (bspw. Pflege, Pflegeanträge, Übersicht über Pflegegeld und Verwendungsstatus).
  • Wearables & Apps: Wearables & Apps inkl. DiGA – sowohl verordnet als auch selbständig gewählt – können an die TI angeschlossen werden und Ergebnisse in einer Ansicht / einem Dashboard bereitstellen. Hier sind ebenso Hersteller von Consumer Devices zu berücksichtigen, wie bspw. Samsung, Google und ähnliche.
  • Zentrale Anlaufstelle: Die TI als zentrale Anlaufstelle für Fragen & Prozesse, z. B. Patient-Journey (Anamnese), Pflege, Reha, etc.
  • Zugangswege: Es werden gute, einfache Zugangswege (wie bspw. biometrische Verfahren) und mehrwertbringende Angebote benötigt, um Bürger:innen für die TI-Plattform zu gewinnen.

2 | Welche Mehrwertdienste sind für Leistungserbringende sinnvoll?

  • Automatische Datenauswertung: Daten auf der TI werden automatisiert ausgewertet und für die Gestaltung der Versorgungsprozesse verwendet.
  • Automatisierung von Workflows: Um für Leistungserbringende eine Arbeitserleichterung zu erreichen, werden Prozesse weitestgehend automatisiert, z. B. Gutachterverfahren (Auswahl, Kommunikation).
  • Cave: Stress durch Daten, Stress durch schlechte Prozesse muss vermieden werden, „USE“ – unerwünschte Sekundärnutzung. Mögl. Vermeidung: Auditlog zur Nachverfolgung, wer die Daten angeschaut hat à Konsequenzen für Datenmissbrauch.
  • Kommunikationsdienste: Anwendungen wie der TI-Messenger, KIM & ePA werden benutzerfreundlich in Primärsysteme integriert, um Workflows zu verbessern.
  • Medikationsplan: Leistungserbringende profitieren von einer Medikationsübersicht und Medikationsmanagement, das auf zentralen und strukturierten Daten basiert.
  • Strukturierte Daten: Strukturierte Daten sind für Leistungserbringende im Krankenhaus und der Praxis wichtig, um diese in die ePA zu übertragen.
  • Weitere Leistungserbringer: Weitere Gesundheitsberufe (Pflege, Heilberufe) werden in die digitale Gesundheitsplattform integriert.
  • Zentrale Datenhaltung: Eine zentrale Datenhaltung wie bspw. in Estland vereinfacht die Zusammenführung der Daten
  • Zentrale Terminbuchung: Terminbuchungen (D2D und D2P) können über die TI abgewickelt werden, inklusive der Einbindung weiterer Professionen (Pflege, Heilberufe).
  • Wünschenswert: Transparenz und Flexibilität in Bezug auf die Wahl der Anwendungen.

3 | Welche Dienste der TI sollten für Anbieter zur Verfügung stehen? Welche fehlen evtl. noch?

  • Digitale Identitäten: Es werden digitale Identitäten für Leistungserbringende, Leistungserbringerorganisationen & Versicherte benötigt.
  • Hochverfügbarkeit: Es werden hochverfügbare Dienste benötigt, die 24/7 funktionieren.
  • Innovationen: Es muss etablierte Wege & Formate geben, um Innovationen durch die Community einbringen zu können.
  • Status der TI-Verfügbarkeit: Es werden Statusinformationen zur Verfügbarkeit der TI-Dienste elektronisch zugänglich gemacht.
  • Usability: Usability von Anwendungen & deren praktische Umsetzung im Arbeitsalltag muss eine Rolle spielen.

4 | Welche ökonomischen Rahmenbedingungen sind erforderlich?

Anwendungen, die gut funktionieren, sind Voraussetzung für das Gelingen einer Plattform.

  • Anreize & Refinanzierung: Es werden ökonomische Anreize benötigt, dass Unternehmen die TI nutzen. Gelichzeitig werden sich Anwendungen perspektivisch aus den generierten Mehrwerten über tragfähige Geschäftsmodelle refinanzieren. Hier wären zukünftig Pay-per-use- oder ähnliche Modelle zur Refinanzierung des Invests in die TI denkbar. Unklar ist, wer alles für die Nutzung der TI bezahlt – Firmen, Leistungserbringende und/oder Kassen?
  • Marketing: Eine Vermarktung der TI und ihrer Vorteile ist für ihren Erfolg
  • Preismodell: Unternehmen werden für die Nutzung der TI-Plattform bezahlen. Das Preismodell sollte in Bezug auf die Verpflichtung zur Nutzung der TI günstig gehalten sein, anstatt auf eine freiwillige Nutzung und teure Preise zu setzen.
  • Start-ups: Startups sollte der Zugang zur Infrastruktur erleichtert werden, bspw. durch die Bereitstellung einer Entwicklungsumgebung („Sandkasten“).
  • Verpflichtung: Sofern ein Vorhaben durch öffentliche Fördergelder finanziert ist, sollte die TI bzw. deren Anwendungen verwendet werden müssen.

5 | Wie qualifizieren sich Anbieter bzw. deren Mehrwertdienste für die Zulassung in das TI-Ökosystem?

Die Qualifizierung sollte anhand der folgenden Punkte passieren:

  • Interoperabilität: Interoperabilität wird durch die Nutzung etablierter Standards hergestellt.
  • Produkt: Hersteller müssen – wie bisher – die technischen Spezifikationen der gematik erfüllen.
  • Usability: Basics der Usability werden bei der Zulassung von Diensten durch die gematik abgefragt.

 

 

Wissensdefizite der geschlechtersensiblen Medizin nicht in digitale Welt übertragen!

Um eine Fehlversorgung von Frauen in der Gesundheitsversorgung zu verhindern, müssen vorhandene Wissenslücken in der geschlechtersensiblen Medizin geschlossen und Gender-Bias in der künstlichen Intelligenz (KI) ausgeschlossen werden. Mit dieser Forderung  ist der Runde Tisch „Frauen im Gesundheitswesen“ auf seinem heutigen zweiten Parlamentarischen Abend an die Politik herangetreten. Im Beisein von Bundesfamilienministerin Lisa Paus, Abgeordneten des Deutschen Bundestages und Vertreter:innen aus dem Gesundheitssystem, aus Wissenschaft und Wirtschaft verfolgten rund 150 Gäste in der Landesvertretung Saarland eine intensiv geführte Podiumsdiskussion zum Thema „Digitales Gesundheitswesen ohne Gender-Bias“.weiterlesen